Warum es diesen Blog gibt

Mein Sohn ist jetzt dreieinhalb. Eigentlich sollte man meinen, dass sich alle Beteiligten mittlerweile an die Situation und aneinander gewöhnt haben. Denn immerhin war doch genug Zeit. Und im kleinen Rahmen stimmt das ja auch. Irgendwie. Er und ich haben uns aneinander gewöhnt. An die Situation, an unseren Alltag, unsere Möglichkeiten. Wir wissen, was wir voneinander zu erwarten haben. Aber wir sind nicht alle. Und das ist einer der Gründe für diesen Blog.

Probleme, auf die ich nicht vorbereitet war

Da sind so viele andere, die sich nicht gewöhnt haben. An uns als kleinste Familie der Welt. Als Dreamteam mit zwei Spielern. Als kleines Unternehmen. Immer wieder stoßen wir an Grenzen. Grenzen in Köpfen. Da wird uns weisgemacht, dass wir nicht normal sind. Dass wir nicht die Norm sind. Dass wir nicht ins Raster passen und immer eine Extrawurst brauchen.

Wenn man es überspitzt sagen möchte, dann stoßen wir auf Vorurteile, auf Mobbing, auf Ablehnung. Und das mal unterschwellig, mal ganz offensichtlich. Als wäre es normal. Jeden Tag.

Um auf diese Zustände (die auch mal vollkommen absurd sind) aufmerksam zu machen, habe ich diesen Blog eingerichtet. Er ist ein Spiegel für diejenigen, die zu oft zu wenig nachdenken. Die vorschnell urteilen und ihre Vorurteile in den Köpfen für normal halten.

Der Dings: Ein ewiger Kampf

Und noch einer hat sich nicht gewöhnt. Der Kindsvater, der hier immer wieder als der „Dings“ auftauchen wird. Diesen Titel hat er bekommen, weil ich wirklich nicht weiß, wie ich ihn nennen soll. Er ist der Erzeuger, aber kein Vater. Er ist aber auch nicht nur der Erzeuger, denn er kommt ja ab und zu zum Spielen vorbei. Und für meinen Sohn, der ja keinen Vergleich hat und es nicht besser weiß, ist er der Papa.

Das ist okay so, aber viele andere Sachen sind nicht okay. Sein grundsätzliches Desinteresse an unserem Leben und unserem Alltag zum Beispiel. Oder seine vielen kruden Ideen. Seine Art, ständig Geschenke mitzubringen und sich nichts dabei zu denken. Und seine Ignoranz gegenüber meinen Aus- und Ansagen, meinen Wünschen.

Es ist jetzt fast vier Jahre so und immer wieder merke ich: Ich muss es allein machen. Er wird sich nicht ändern. Nicht kümmern. Wo ich anfangs noch dachte, es würde werden, bin ich jetzt desillusioniert. Es ist eben wie es ist. Ich sollte mich nicht so haben, andere haben es schwerer (ja, das war Ironie).

Mutmach-Blog: Such deinen für dich passenden Weg

Und dieser Blog ist auch ein Mutmach-Blog. Für diejenigen, die vor den gleichen Problemen stehen und vielleicht (noch) nicht die passende Lösung gefunden haben. Ich denke, dass die Selbstständigkeit für viele Alleinerziehende eine gute Lösung ist. Sich etwas suchen, das man gut kann. Etwas, das man von überall auf der Welt und zu jeder beliebigen Zeit tun kann.

Es macht dich unabhängig. Von Schlafzeiten deines Babys. Und auch von Krankheiten. Und von anderen Umständen: Du musst nicht jeden Tag 8 Stunden arbeiten, sondern kannst die Arbeit auf die Stunden verlegen, in denen es dir gut geht. In denen du kreativ und produktiv bist. Du darfst auch mal erschöpft sein und daher ganz gezielt „frei“ machen.

All diese Dinge sind Vorteile für dich, wenn du versuchst, dein Leben (und damit auch das deines Wurms) in den Griff zu kriegen. Es ist mein Weg und ich halte ihn für absolut machbar. Und auch erstrebenswert. Vielleicht findest du ja hier noch die ein oder andere Anregung.

Auf ein Neues also.

Anna

 

Bild: Public Domain. sebagee, Pixabay

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