Über mich

Hi, ich bin Anna und ich lebe zwischen mehreren Welten.

Welten inklusive ihrer jeweiligen Anforderungen. Einerseits bin ich alleinerziehende Mutter des besten Sohns der Welt. Das ist schon nicht ohne, manchmal würde mir dieser „Job“ schon reichen.

Ende 2014 habe ich mich aus dem Studium heraus selbstständig gemacht, obwohl ich überhaupt keine Ahnung von Gewerbe, Business, Kundengewinnung und so weiter hatte. Aber seit diesem Tag im November bin ich selbstständige Einzelunternehmerin.

Allerdings erst nur in Teilzeit, denn bis September 2022 steckte ich ja zusätzlich noch in meinem Linguistik-Studium, beschäftigte mich dort zum Beispiel mit Medienlinguistik, Gesprächsanalyse und Textverständlichkeit.

Ich war also immer wieder zerrissen zwischen den Terminen und To-dos, die Studium und Business-Aufbau verlangten und den Bedürfnissen, die mein Junior hatte. Und auch wenn ich heute nur noch Selbstständigkeit und Junior habe, ist das manchmal ein ganz schöner Spagat…

Wie kam es zu dieser Situation?

Als ich schwanger wurde, hat man mir an der Uni geraten, mindestens ein Urlaubssemester einzulegen. Denn dann könnte ich Sozialhilfe beantragen. Ich wollte das nicht. Ich wollte wissen, welche Unterstützung ich bekommen könnte, um mein Studium zu Ende zu bringen.

Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass das im Grunde außer mir niemand wollte. Weil es ja aufwendig ist. Weil es bedeutet, „Sonderregelungen“ zu finden. Und auch, weil es offenbar nicht ins Konzept passte. Ich wollte trotzdem keine Sozialhilfe beantragen. Dass es dann auch ohne ging, habe ich meiner Selbstständigkeit zu verdanken.

Als mein Sohn ein knappes halbes Jahr alt war, habe ich mein Gewerbe angemeldet. Seitdem bin ich als Webtexterin und Bloggerin unterwegs. Dieses Business ist perfekt für mich, denn ich kann arbeiten wo und wann ich will. Oder aber, wo und wann ich kann. Denn manchmal ist das keine Frage von wollen.

Warum mache ich das alles?

Jetzt könnte man also sagen, ich mache das alles, weil ich stolz bin. Und stur. Beides stimmt sicher. Aber ich mache es auch, weil es geht. Denn ich kann nicht glauben, dass wir im Jahre 2014 (das Geburtsjahr meines Sohnes) eine Situation wie meine nur dann lösen können, wenn wir die Mutter „kalt stellen“. Wenn wir sie aus all ihren Lebensbereichen rausziehen und ihr ein bisschen Geld in die Hand drücken. Geld, mit dem sie ein mittelmäßiges, wenn nicht sogar schlechtes Leben führen kann. Es muss auch anders gehen. Und darüber möchte ich hier berichten.

Was gibt es sonst noch über mich zu sagen?

Eine ganze Menge. Aber ich will ja hier auch kein psychologisches Profil von mir erstellen. Vielleicht aber so viel: Ich liebe es, lange zu frühstücken. Das vermisse ich sehr, seit ich Junior habe. Aber das wird wiederkommen.

Ich bin ein neugieriger Mensch und ich mag es, Dinge auszuprobieren und immer wieder dazuzulernen. Wenn ich mal ausgehe (was eher selten passiert), dann gehe ich gern ins Theater oder einfach in eine nette Bar/ ein nettes Restaurant. Ich würde gern auch mal wieder tanzen gehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht schon vor Mitternacht einschlafen würde. Und ich würde meine Freunde gern viel häufiger sehen; ich tue mein Bestes.

Ansonsten mag ich Kaffee, ganz selten mal ein Stück dunkle Schokolade. Und ich mag es, wenn ich überraschend und am besten ohne Anlass etwas kleines mitgebracht bekomme.

Selbstverständlich ist auch schreiben etwas, das ich gern tue. Mit der Hand, am Laptop, im Stehen, Sitzen, Liegen. Mit dem Lesen ist es genauso. Ich habe einen Buch-Geschmack, aber keine Ahnung von Filmen. Irgendwas ist ja immer.

Was kannst du hier mitnehmen?

Ich schreibe aus meiner heutigen Perspektive, weil ich jetzt das Bedürfnis dazu habe. Dazu kommt, dass ich jetzt so langsam wieder die Zeit und die Ruhe habe, mich mit den vergangenen Jahren auseinanderzusetzen. Und ich habe auch die Idee, dass ich einigen anderen mit meinen Geschichten weiterhelfen kann. Mit meinen Ansichten und meinen manchmal unkonventionellen Methoden und Lösungsansätzen.

Mein Blog ist ein persönlicher Blog. Ich werde sehen, was daraus wird. Wenn es nach mit geht, dann wird er ein Forum für Menschen, die in ähnlichen Situationen sind oder waren wie ich es bin. Und vielleicht wird er auch ein Ort, an dem man über die kuriosen Geschichten schmunzeln kann – wenn sie denn nicht so ernst wären.