Wie machst du das nur? Ich könnte das nicht…

alleinerziehend, Vorurteile, Vergleiche, ich könnte das nicht

Wie sehr ich diese Sätze hasse. Solltest du jemals im Gespräch mit einer Alleinerziehenden sein und dir geht ein „ich könnte das nicht“ durch den Kopf: Schluck es runter, halt dich zurück. Das ist keine Hilfe, da ist nichts Freundliches in diesem Ausdruck. Und Mitleid ist hier auch fehl am Platz. Warum du eine andere Perspektive brauchst und was Alleinerziehenden mehr hilft als diese abgedroschenen Sätze.

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Happy birthday, Anna! Von Scheißtagen und guten Wünschen

Geburtstag alleinerziehend, Erdbeer-Kuchen

Es ist der 12. Juni. Noch. Dieses Datum ist zwar nichts Besonderes, aber doch ein Anlass. Ich werde heute 34. Und auch wenn ich mir nichts aus Geburtstagen mache (sie gehen mir gelinde gesagt am A*** vorbei), so hatte ich doch gewisse Erwartungen an diesen Tag. Und das war wohl der Fehler. Denn – das wissen wir: Keine Erwartungen, keine Enttäuschungen. Tja. Zu spät würde ich sagen. Oder ist es eine Besonderheit, seinen Geburtstag alleinerziehend zu verbringen?

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Trauer um meine freien Wochenenden: Blöd gelaufen ist gar kein Ausdruck

freie Wochenenden, Ausflug in den Offroad-Park, freie Zeit alleinerziehend

Ganze 11 Wochenenden hatte ich. 11 Wochenenden von etwa 9 Uhr am Samstagmorgen bis etwa 18:30 Uhr am Sonntagabend. Das sind gut 33 Stunden, die ich zu meiner freien Verfügung hatte. 11 Mal. Und jetzt sind sie wieder weg. Denn Junior will nicht mehr beim Dings schlafen. Ich weine, nicht nur innerlich. Und nicht nur für Junior, dass er einen Vater hat, bei dem er sich nicht sicher fühlt. Nein, ich weine auch für mich – total egoistisch – denn ich hatte mich gerade daran gewöhnt. An meine freien Wochenenden.

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Wohin mit der Freude? Eine Bestandsaufnahme

Freude, Erfolge teilen, alleinerziehend, Anerkennung

Es gibt Situationen, in denen man jemanden zum Reden braucht. Eine beste Freundin vielleicht, einen Bruder oder einen Partner. Zum Beispiel, wenn die Welt in Schieflage geraten ist, wenn Dinge nicht rund laufen, wenn Menschen sich benehmen wie Idioten. Ganz besonders aber braucht man auch Menschen, die sich mit dir freuen. Weil etwas Unglaubliches passiert oder weil du etwas verdammt noch mal richtig gut hinbekommen hast. Und wenn dann niemand da ist, schreibst du halt. So ein Tag ist heute.

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Der einsamste Monat im Jahr: Novemberblues

November, Tod, verbindliche Beziehungen, alleinerziehend, Einsamkeit

Ich atme. Das ist in diesen Tagen oft das einzige, das bleibt. Der November ist jedes Jahr von neuem eine Herausforderung für mich, denn er ist nicht nur grau und hektisch, sondern er ist der Monat des ultimativen Verlassenwerdens. Für mich jedenfalls. Seit 1998, da starb mein Vater mit 46 Jahren. Ich war 12.

Und es ist erstaunlich, wie stark meine Überzeugung sich auf mein Leben auswirkt. Denn der November ist auch oft der Monat, in dem ich Menschen und Dinge abstoße, lieber allein bin. In dem mich Menschen meiden, das ist zumindest mein Eindruck. Schön ist das nicht, aber es passt zur Stimmung. Und immer frage ich mich: Allein? Einsam? Beides? Und: Was macht das jetzt mit mir?

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Wenn nur noch Matchbox Twenty hilft

Streit, verzeih dir selbst, Erziehung, alleinerziehend, traurig

Ich habe mein Kind angeschrien. Eben. Ich mag mich nicht dafür und ich fühle mich nicht gut. Es war eine krasse Situation, in der ich wieder mal dachte, ein Puffer wäre gut. Irgendjemand, der da ist in diesen kritischen Situationen. Wenn wieder mal zwei Dickköpfe aufeinanderprallen. Es läuft an, es schaukelt sich hoch und es gibt dann diesen Punkt, an dem es nicht mehr vor und zurück geht. Ich brauche immer einen Moment, bis ich mir die Situation selbst verzeihen kann.

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7 Dinge, von denen du immer genug hast, wenn du ein Kind hast

Alltag mit Kind, Haushalt mit Kind

Noch bis zu meinem 28. Geburtstag konnte ich mir nicht annähernd vorstellen, wie es ist, Mutter zu sein. Oder was es bedeutet, ein Kind zu haben. Ich hatte keine Idee davon, wie schwer es ist, diese Verantwortung zu tragen und es war mir nicht klar, wie sich mein Alltag mit Kind innerhalb kürzester Zeit verändern würde. Es gibt viele Bereiche in meinem Leben, in denen ich jetzt verzichte. In anderen aber gibt es eine erstaunliche Fülle, die ich so vorher nicht erwartet hatte. Hier sind 7 Dinge, von deinen immer genug da ist, wenn du ein Kind hast.

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Ökologisch leben – geht auch alleinerziehend

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Es fing ganz harmlos an – mit Biogemüse, aus dem ich Brei für Junior gekocht habe. Dann kamen da weniger Fleisch und mehr Gemüse und vor allem: weniger Plastik. Junior und ich sind mittlerweile so viele kleine Schritte gegangen auf dem Weg zu einem bewussteren Leben. Unser ökologischer Fußabdruck ist und bleibt klein. Und wir machen weiter.

Bewusst ökologisch leben geht auch, wenn du alleinerziehend bist, wenig Geld zur Verfügung hast oder dich in einem Umfeld bewegst, das diese Ideen nicht unterstützt oder gar belächelt. Das alles ist nicht wichtig. Nur du und dein(e) Kind(er) sind es – und die Entscheidung, dass ihr etwas ändern wollt.

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Verlieben als Alleinerziehende: Das war doch früher einfacher!

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Ich hab mich verknallt. An einem Samstag. Und an einem weiteren Samstag und auch an ein paar Tagen dazwischen. Bis zu diesem Dienstag. Gestern. Er fragt mich, wohin das hier führen wird. Ich sage: „Ich hab mich verknallt. Und ich finde das gerade auch ganz angenehm so. Daher fände ich es gut, wenn wir dieses Gespräch hier in etwa zwei, drei Monaten weiterführen könnten?!“

Verknallen ja, immer wieder neu. Aber dieser Schritt danach… Wie geht das? Wie kann ich abschätzen, wohin ‚das hier‘ führen soll, wenn ich doch keine Erfahrungswerte habe, auf die ich zurückgreifen soll? Verlieben als Alleinerziehende scheint irgendwie kompliziert zu sein – oder liegt es an mir?

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All das Unperfekte in meinem Leben

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Unglaublich. Ich bin nicht ich selbst. Der Mann, den ich vor etwa einer Woche kennengelernt habe, kommt demnächst vorbei. In meine Wohnung. Und ich? Räume auf und um, putze Staub, verstecke Dinge, die er nicht sofort zu Gesicht bekommen soll. Ich hab sogar die Müllecke in meinem Wohnzimmer umgeräumt (du siehst das Ergebnis auf dem Beitragsbild). Echt jetzt, Anna?

Bist du es nicht, die immer radikale Offenheit predigt? Die meint, man(n) muss dich so kennenlernen, wie du bist und nicht so, wie du dich gern hättest? Und hatte ich nicht gerade erst darüber geschrieben, dass Menschen, die mich besuchen, mit dem Zustand meiner Wohnung und meines Lebens klarkommen müssen?

Mein unperfektes Leben, meine vielen Ideen und angefangenen Projekte. Das alles kann man an meiner Wohnung sehen. Und vielleicht ist es deshalb so unangenehm für mich, weil dieses Unperfekte im Außen auch auf das Unperfekte im Innen schließen lassen könnte? Wie perfekt kannst du sein? Und: Wie perfekt willst du sein?

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